Die BOOT 26, Düsseldorf

Seemannsgarn oder neudeutsch "Smalltalk"
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jan himp
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Die BOOT 26, Düsseldorf

Beitrag von jan himp » Sa 24. Jan 2026, 10:29

Moin,

wie ist Euer Eindruck von der diesjährigen Messe?

Gruß,

Rolf
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Jochen
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Re: Die BOOT 26, Düsseldorf

Beitrag von Jochen » Sa 24. Jan 2026, 20:47

Hallo,

ich habe in diesem Jahr ganz bewusst auf die Messe verzichtet, nach dem ich 2024 und 2025 ziemlich enttäuscht war.
Grüße aus Bocholt von der Hoppetosse. Neptun 22 M KS Baujahr 1972 SNr.1652 6PS Honda Liegeplatz: Jachthaven Lutz Balk NL Fryeslan Verein: BOH YC Wir segeln 1.Bundesliga.
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Michael (Scorpi)
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Re: Die BOOT 26, Düsseldorf

Beitrag von Michael (Scorpi) » Sa 24. Jan 2026, 21:16

Geht mir ähnlich. Zeitlich war es aber auch nicht drin.

Am Ende habe ich aber eh alle Infos die ich brauche. :Bier:
Christian
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Re: Die BOOT 26, Düsseldorf

Beitrag von Christian » Mo 26. Jan 2026, 04:12

Ich habe drei Tage und 200 Euros investiert um zu der Erkenntniss zu gelangen, dass es leider keine Lehrfahrt, sondern eine LEERFAHRT war.
Manche Aussteller hatten gleich gar kein Prospektmaterial, aber man wird freundlich darauf hingewiesen, dass man bei den ausgestellten Produkten einen QR-Code scannen kann und dann die App ..... um dann das Display des Smartphones hin und her zu streicheln, bis man alle Daten beisammen hat.
Am meisten frustrierte mich die Tatsache, dass auch hier keine Maßblätter zu Einbaukühlschränken zu bekommen waren. Es zeigten sich zwar alle jeweiligen Standmitarbeiter einsichtig, dass das vorhandene Material ungenügend ist, aber weiterhelfen konnten sie auch nicht. Zu meiner Schulzeit wären solcherart bemaßte Zeichnungen bestenfalls "genügend" gewesen.
Was mich weniger juckt - die Hallen werden größer oder sind es Aussteller die fernbleiben? Hat mich an Hamburg vor etwa 10 Jahren erinnert.
Immer eine handbreit Wasser unterm Kiel!

Christian und Christine

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Re: Die BOOT 26, Düsseldorf

Beitrag von jan himp » Mo 26. Jan 2026, 14:53

Moin alle zusammen.

Der war echt gut: „Die Hallen werden größer.“ :lol:
Tatsächlich waren es etwas weniger Aussteller. Aber auch Besucher gab es früher mehr.
Bei SVB und BUKH gab es wider Erwarten kein Gedränge. Trotzdem sind die Aussteller mit dem Auftragseingang zufrieden.

Tauchzubehör, Modesportarten und Radiergummis belegten ganze Hallen.

Bei den Booten lautet die Prämisse: Größer, schneller und einsparende Gimmicks teurer zu verkaufen.“
Der gemeine Fahrtensegler lehnt die kahlen Höhlen und hohen Preise ab. Die Ehefrauen, die früher über die Inneneinrichtungen die Zustimmung zu einer Beschaffung gaben, gibt es scheinbar nicht mehr. Die Marketingstrategen nutzen hier ein Generationenproblem aus.
Aber das Rumpfmaterial ist heute gut.

Bei den luxuriöseren Schiffen, die man auf unseren Gewässern nicht sieht, weil sie kaum in unsere Häfen passen, stimmt fast alles.
Alle haben kein Skeg mehr und sind nach einem Orca-Angriff nicht mehr manövrierfähig oder sinken.
Über den Saildrive werden Kosten gespart.
Ob Diesel mit Commonrail und Direkteinspritzung mit der erforderlichen Elektronik empfehlenswert sind,
muß der Langfahrtsegler gründlich überlegen.

Also bleibt bei Euren Booten, kauft gebraucht eine gut erhaltene BAVARIA, CONTEST, DEHLER, ELAN oder eine Französin
und investiert etwas.

Viele Grüße,

Rolf
ehem. NEPTUN 20 Nr. 848

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Michael (Scorpi)
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Re: Die BOOT 26, Düsseldorf

Beitrag von Michael (Scorpi) » Fr 30. Jan 2026, 18:09

jan himp hat geschrieben: Mo 26. Jan 2026, 14:53

Also bleibt bei Euren Booten, kauft gebraucht eine gut erhaltene BAVARIA, CONTEST, DEHLER, ELAN oder eine Französin
und investiert etwas.

Rolf

Das kann ich wie immer alles!!!! unterschreiben. :Daumen: Wie immer sind wir in der Meinung zusammen. Aber gerade die älteren Serienboote (oben)haben doch den Saildrive und das Ruder was Du völlig zurecht kritisiert!
Dazu kommt dann die Bauform des Rumpfs und die Auflagefläche / Konstr. des Kiels. Nee neue Boote will ich nicht haben :Cry:

Das Problem ist das die alten Neptun irgendwann nicht grösser gibt. Dazu wird das Material auch nicht jünger.... Ich hätte gerne ne 10-20 Jahre alte 30-32 Fuss. Mit Wellenanlage,Festkiel und Pinne. :sorry:
Wer baut das? Compromis/NL vielleicht. Aber wieder ein Saildrive. Irgendwas ist halt immer....

Dafür haben die neuen Boote alle ein super breites Cockpit und 2 Steuerräder. Wozu? Nur störanfällig.... Aber schick und wohnlicher ist es schon. Da muss ich Recht geben. Nur will ich segeln oder grillen? :tone:
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Re: Die BOOT 26, Düsseldorf

Beitrag von jan himp » So 1. Feb 2026, 11:50

Moin Michael,
in Lelystad habe ich mal eine Neptun 31 ? gesehen.
Früher dachte ich immer, Boote mit 2 Lenkrädern seien Fahrschulboote. :lol:
Heute ist das wegen der Breite notwendig.

Vorteile beim Saildrive:
Evtl. billiger gegenüber der Wellenanlage.
Weniger Schwingungen im Rumpf.
Weniger Radeffekt, da meist größerer Abstand zum Ruder.

Nachteile gegenüber Wellenanlage:
Wegen des schwachen Radeffektes ist publikumswirksames Einparken im Hafenkino meist nicht möglich.
Die Membranen können nur am Kran gewechselt werden.
Winterdienst nur möglich, wenn das Boot aus dem Wasser ist.

Schönen Sonntach noch,

Rolf
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Re: Die BOOT 26, Düsseldorf

Beitrag von Christian » Do 5. Feb 2026, 12:09

den Membranwechsel im Trockenen sehe ich nicht als Nachteil, der ist lt. Handbuch von YANMAR alle sieben Jahre fällig und das läßt sich planen, aber trotzdem bin ich bei der Auswahl meines Antriebes böse auf die Schnauze gefallen: Saildriveölwechsel alle 150 Betriebsstundenund dazu mußt du aus dem Wasser, da absaugen nicht geht (beim Yanmar). Letztes Jahr hatten wir mit einem langen Törn gut 32o Motorstunden eingefangen und Kranen im Süden ist wirklich teuer.
Die Standmannschaft auf der Messe hatte auch keine brauchbaren Vorschläge parat, außer der lapidaren Äußerung, dass das bei Yanmar halt so ist :Cry:
Immer eine handbreit Wasser unterm Kiel!

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Re: Die BOOT 26, Düsseldorf

Beitrag von THM » Do 5. Feb 2026, 14:07

jan himp hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 11:50 Die Membranen können nur am Kran gewechselt werden.
Das habe ich noch nie gemacht, denke aber dass das auf dem Trailer auch geht.
Christian hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 12:09 trotzdem bin ich bei der Auswahl meines Antriebes böse auf die Schnauze gefallen: Saildriveölwechsel alle 150 Betriebsstundenund dazu mußt du aus dem Wasser, da absaugen nicht geht (beim Yanmar).
Na, da habe ich es mit meinem Volvo Penta Saildrive besser erwischt:
Für den Fall, dass der Ölwechselintervall innerhalb der
Saison erreicht wird, kann alternativ das Öl auch ge-
wechselt werden ohne dass das Boot aus dem Was-
ser genommen werden muss. Das Öl mit einer Ölpum-
pe durch die Öffnung des Absaugrohres absaugen.
Wenn das Öl abgesaugt wird verbleibt ein Rest von
ca. 0,5l im Antrieb.
Das habe ich auch noch nie so gemacht, ich muss mal schauen ob ich das Absaugrohr finde. Bislang habe ich den Ölwechsel immer im Frühjahr auf dem Trailer gemacht. Danach kann man die Schraube auch schön wieder mit Antifouling zukleistern :tone: .

Gruß
Thomas
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Re: Die BOOT 26, Düsseldorf

Beitrag von jan himp » Fr 6. Feb 2026, 10:08

Die Membranen können natürlich auf dem Trailer gewechselt werden.

Die zum Ölwechsel beschriebene Prozedur ist richtig. :Daumen:
Pech ist, wenn die 0,5 l aus Wasser bestehen.
Die Yanmar ab 2 GM sind z.Zt. die besten Motoren.
Auch die SOLE mini haben sich bewährt.

Nach meiner Meinung sind die Ölwechselintervalle nur so eng gesetzt,
weil damit gerechnet wird, daß die Simmerringe mit der Zeit nachlassen und etwas Wasser durchlassen.
Reste der spanabhebenden Arbeit beim Schalten werden hoffentlich von der Magnetschraube
abgefangen.
Das kann warten, bis der Kutter wieder auf dem Trailer liegt.

Gruß,
Rolf
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