Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von Tequila0284 » Do 7. Apr 2022, 22:02

outdoor hat geschrieben:
Do 7. Apr 2022, 20:14
Moin Markus

alles gut ...

vlt. trifft man sich mal auf ein Anlegebier irgendwo an der Weser (wäre ja die Mitte) z.B. Dorum-Neufeld ... ?

VG
Norbert

Klingt nach einem guten Plan :Bier:

Lieben Gruß
Marcus
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von Virus » Do 7. Apr 2022, 23:07

Hallo Norbert,

so ganz ohne Erfahrung quassele ich ja auch nicht daher, ich bin einer der auch auf dem Wasser eher probiert als das Gelesene ungeprüft glaubt.

Wir hatten, in Motor und Segelbooten einen 5,2L V8 mit 250PS, einen 3.6L Reihensechser mit 170PS, (genau weiß ich es nicht mehr, auf jeden Fall über 3L), einen 1,5L Benziner mit 55PS, einen 5PS Diesel und jetzt den 6PS Diesel der angeblich 10PS hat, einen 25PS AB, einen 10PS Ab, einen 6PS AB und einen 2.3PS AB.

Ich habe da so einiges ausprobiert und daher meine Erkenntnis, je geringer die Motorleistung und je höher die dafür nötige Drehzahl umso wichtiger ist die richtig angepasste Schraube für das jeweilige Boot.
Ein 10PS in einer Neptun 22 oder 25 beispielsweise schiebt das Boot mit fast jeder Schraube auf Rumpfgeschwindigkeit, ein 5PS eher nicht, der profitiert sehr von einer gut angepassten Schraube.

Kochen, also Kavitation ist wieder eine völlig andere Baustelle, damit dürften wir mit unseren Booten und Motoren eher keine Probleme haben.

Aber egal, ich habe ja keinem etwas vorgeschrieben, was ich ja auch weder kann noch will, sondern eigene Erfahrungen kund getan, soll jeder machen wie er mag, nach eigener Erfahrung oder halt wie es allgemein empfohlen wird.

Gruß
Willy
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von Tequila0284 » Fr 8. Apr 2022, 08:09

Guten Morgen ihr Lieben, :)

also was mich wirklich sehr begeistert ist die Hilfsbereitschat hier. Ob man private Nachrichten mit Lösungsansätzen und Bildern zugesendet bekommt oder einem hier im Beitrag geholfen wird. Dafür möchte ich mich ersteinmal rechtherzlich bei Euch allen Bedanken. :Daumen:
Ich bin jetzt mal gespannt, wie die Reparatur ausfällt und wie das Ergebnis wird. Eigentlich warte ich jeden Tag ganz gespannt darauf, das endlich der Anruf kommt mit dem Satz "Das Boot ist fertig, sie können es abholen" :Sail: Um das Boot im Anschluss vor weiteren Beschädigungen zu schützen, werde ich sicherlich das eine oder andere von Euren Ideen übernehmen und auf meine Situation anpassen. Langweilig wird es mit unseren Booten zumindest nicht und ein Interessanter Meinungsaustausch ist auch nie verkehrt, da man immer wieder mal auf neue Ideen und Gedankenanstöße kommt.

Lieben Gruß an alle
Marcus
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von outdoor » Fr 8. Apr 2022, 08:57

Moin Markus

wie gesagt, wäre schön wenn man sich im Watt unterwegs mal treffen und austauschen würde
kannst dann auch von Deinen Erfahrungen berichten

ja dies Forum hier ist wirklich gut, wir müssen nicht immer einer Meinung sein, aber dennoch wird hier fair und sachlich miteinander umgegangen

fair winds und einen guten Start in die Saison
Norbert
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von jan himp » Fr 8. Apr 2022, 11:52

Der Doppelschubpropeller bei YAMAHA hat größere Flügel mit einer Überdeckung von ca. 60% und damit auch einen höheren Wirkungsgrad. Er dreht mit seiner Steigung von 7“ nicht höher als Schnellfahrprops und ist über Gegenwind erhaben. Er bremst aber auch beim Segeln und hat einen höheren Radeffekt.
Beim Fahren im Standgas wird er in manchen Hafengassen zu schnell.
Der Prop sieht etwas nach Mickey Maus aus. Wieso YAMAHA da ein Patent drauf hat, ist nicht plausibel.

Den 9x7 gibt es für 2-Zyl. 2-Takter bis 8 PS und für 2-Zylinder 4-Takter bis 9,9 PS. Der passt perfekt für unsere Boote.
Den guten 2-Zyl 6 PS 4-Takter gibt es leider nicht mehr. Er hat heute 8 PS. Bekannt für seine Laufruhe.
Der 1 Zyl. 4-Takter mit 6 PS macht mit seinen 3 Propellergrößen auf Flüssen und See keinen Spaß. Der angebotene Schubpropeller reicht für eine VARIANTA.

Werbeblock YAMAHA Ende … -.-

Für Arbeitsboote oder schwere Boote gibt es auch Schubmotoren mit anderen Getriebeverhältnissen und flachere Propeller.
Die Sache mit den Diesel-Aussenbordern ist ein ein anderes Thema.

Gruß,

Rolf

Bild

https://bilderupload.org/image/3f7b1091 ... -ruder.jpg

@ VIRUS:
Da ist was dran, wenn beim Wandlergetriebe Deines 107 die Drehzahlnadel die Flucht vor dem Tacho ergreift.
BMW und OPEL hatten schon lange als erste eine Wandlerüberbrückung. :Cool:
ehem. NEPTUN 20 Nr. 848

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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von Ole aus HB » Fr 8. Apr 2022, 18:24

jan himp hat geschrieben:
Fr 8. Apr 2022, 11:52
Für Arbeitsboote oder schwere Boote gibt es auch Schubmotoren mit anderen Getriebeverhältnissen und flachere Propeller.
Tequila0284 hat geschrieben:
Sa 2. Apr 2022, 09:03
ich wollte letztens meinen neuen 9,9PS Yamaha Schubmotor einbauen ...
Da hake ich nochmal kurz ein: @ Marcus, steckst du da wirklich einen 9.9 FT rein? So einer war bei meiner N29 dabei und dort erscheint es mir aufgrund der zu bewegenden Masse auch sinnvoll. An einer 22er wäre das schon recht üppig dimensioniert. Aber wenn der Motor schon vorhanden und das Aufnahmebrett künftig einbetoniert ist, könntest du dich mit einem kleinen Schlepperunternehmen selbständig machen! :D

Ich drück dir jedenfalls die Daumen, dass du bald zu Wasser kannst und bin gespannt, was du über die Kombination berichten wirst!

Beste Grüße,
Ole
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von Tequila0284 » Di 24. Mai 2022, 11:33

So ich habe jetzt lange warten müssen bis ich die ersten Ergebnisse bekommen habe. Morgen kann ich mein Boot endlich abholen. Ich habe schon mal Bilder bekommen, wie das Problem gelöst und repariert wurde. Es wirkt sehr massiv. Natürlich kommt noch Topcoat drauf.
Bild
Schöne Grüße Marcus
Zuletzt geändert von THM am Mi 25. Mai 2022, 17:16, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bilder eingebunden [IMG]-Tags
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von outdoor » Di 24. Mai 2022, 11:44

Moin

she das wie Ole (die Sache mit dem AB und PS) wurde ja schon hinlänglich diskutiert
9.9PS an einer N22 .... was soll das bringen ?
6 PS reichen dicke aus, wichtiger ist der neue Prop
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von evante » Di 24. Mai 2022, 18:44

Hi,

hier auf dem Rhein sind 9,9 PS auf 22 Fuß absolut üblich. Es gibt dann doch mal Stellen (Brückenpfeiler) wo etwas mehr Schub, auch wenn der Verbrauch dann in keinem Verhältnis zum Schub-Zugewinn steht, hilft. Mit genug Leistung überschreitet auch eine Neptun ihre Rumpfgeschwindigkeit. Wenn man dieses Plus braucht und mit dem Gewicht hinten leben kann: Why not?
VG
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von outdoor » Di 24. Mai 2022, 20:36

evante hat geschrieben:
Di 24. Mai 2022, 18:44
Mit genug Leistung überschreitet auch eine Neptun ihre Rumpfgeschwindigkeit.
ähm ... ein Boot das vom Riss als Verdränger konzipiert überschreitet sein Rumpfgeschwindigkeit ....
ich bin verwirrt ....
da muss der Rhein aber schon ordentlich mitschieben (also brgab sicherlich denkbar) aber ansonsten ...
aber lerne gerne dazu ... würde das nur gerne sehen, wie das funktionieren soll, das die Bugwelle Richtung Heck wandert bei der N22, oder wie soll die Rumpfgeschwindigkeit überschritten werden ?
vlt. macht ihr mal Videos
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von Ole aus HB » Mi 25. Mai 2022, 08:38

Hi Leute,

ich habe jetzt den Yamaha 9.9 FT (Schubversion) in meiner N29 das erste Mal richtig testen können. Die Überführungsfahrt ging von Wilhelmshaven nach Hooksiel und aufgrund der vorgegebenen Schleusenzeiten musste ich gegen die Tide anmotoren, was ja "normalerweise" nicht vorkommen sollte. Dazu leichter Wind von vorn, wenig bis gar keine Welle.

Bei halber Tide (stärkste Strömung) ging es durch den Flaschenhals und ich war überrascht, welche Reserven der Motor hatte. Mit Halbgas erreichte ich schon 4 Knoten über Grund. Ein größerer Segler, der hinter mir Motorte konnte nicht aufschließen. Im Gegenteil, ich habe durch experimentieren am Gashebel den Abstand ausbauen können.

Die Logge ging nie über 6,2 Knoten hinaus! Die "optimale" Drehzahl lag bei 3/4 (gefühlt, kein DZM vorhanden). Da machte das Boot fast 5 Knoten über Grund. Das entspricht auch allen mir bekannten Angaben zum optimalen Verhältnis zwischen Leistung und Kraftstoffverbrauch. Ich schließe daraus, dass Motor und Propeller zu meinem Boot passen. Zeitlich und von der Geräuschkulisse war Halbgas aber ausreichend! (Den Verbrauch muss ich noch ermitteln, vermutlich höher als bei meinem alten Honda in der 22er).

Die Rumpfgeschwindigkeit unserer Boote zu überschreiten, kann m.E. nicht gelingen. Es ist vielmehr das optimale Verhältnis zwischen Leistung und Propeller, was den Unterschied ausmachen kann. Wichtig ist am Ende die Fahrt über Grund. Die (Tide-)Strömung des Wassers können wir nicht beeinflussen. Unsere Boote bewegen sich durch dieses Medium innerhalb ihrer möglichen Rumpfgeschwindigkeit. Als geschwindigkeitslimitierende Faktoren von außen sind Wind und Welle zu nennen. Gelingt es Motor und Propeller trotz Wind und Welle, das Boot auf Rumpfgeschwindigkeit zu bringen, dann haben wir den "richtigen" Motor.

@Marcus: die Reparatur sieht gut und massiv aus! Ich drücke die Daumen, dass sie den Belastungen lange standhält. Und wie gesagt, berichte bitte über deine Erfahrungen mit dem Motor!

Beste Grüße,
Ole
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von evante » Mi 25. Mai 2022, 12:00

Hi,

Soll ich das so verstehen, dass im Wasser nur ihre Rumpfgeschwindigkeit überschreiten? Halte ich für nen Gerücht... wie gesagt: Genug Leistung und alles rennt schneller als Rumpfgeschwindigkeit.
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von outdoor » Mi 25. Mai 2022, 12:57

evante hat geschrieben:
Mi 25. Mai 2022, 12:00
... wie gesagt: Genug Leistung und alles rennt schneller als Rumpfgeschwindigkeit.
oje ... bei so viel geballter Kompetenz und physikalischem Verständnis, streck ich die Segel ...

Leute, wir haben demnach alle einen Gleiter im Wasser ... wahnsinn ... dass ich das noch nicht gemerkt habe ...
ich mach ne Schnellfähre nach Helgoland mit dem Segelboot auf ...
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von evante » Mi 25. Mai 2022, 14:47

Hallo,

Ein Beispiel gefällig?

7 Meter Rumpflänge, 275 KW, 50 Knoten, definitiv kein Gleiter! Nicht effizient, keine Frage, aber effektiv ;-)
Aber wenn es drum geht, mit 3-4 KW mehr einen Knoten in kritischen Situationen rauszuholen, ist das besser als zu propagieren, dass in meißtens 6 PS ausreichen, weil man ja eh die Rumpfgeschwindigkeit nicht überschreiten könne.

Da können einzelne gerne polemisch werden, hilft niemandem, erst recht nich denen die sich gegen das "Extra Plus" an Leistung für den Ernstfall entscheiden.

Eva
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von outdoor » Mi 25. Mai 2022, 14:54

mach ein Video
häng das Teil an die N22 und geb Gas
komme ggf. gerne vorbei und schau mir das an
50kn mit der N22 will ich sehen !
meinetwegen auch 15kn ...
aber hau mal einen raus hier

... dann kann man sich mit der N22 ja zum Speedboot-Rennen anmelden ... :lol:

lerne ja gerne dazu
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von evante » Mi 25. Mai 2022, 15:15

Wann habe ich gesagt, dass das die 50 Knoten mit einer Neptun waren?
Es geht lediglich um das von Ihnen aufgestellte Dogma, man könne die Rumpfgeschwindigkeit nicht überschreiten.

Dem gegenüber führe ich an, dass es sehrwohl geht (in diesem Fall mit dem zuvor genannten Extrembeispiel) und dass es sinnvoll sein kann, dies in kleinem Maß an einer Neptun auch unter dem Einsatz von mehr Leistung zu tun. Als Beispiel für kritische Situationen seien Verengungen des Fahrwassers genannt, in denen die Strömung stark zunimmt.

Wie dem auch sei, ich kann nur hoffen, dass diejenigen die in o.g. Situationen kommen könnten (Uafgurnd des Revires) lieber zum 10er als zum 6er Motor tendieren.

Ich wünsche noch einen sonnigen Tag
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von outdoor » Mi 25. Mai 2022, 15:22

manchmal weiss ich nicht ob ich lachen oder weinen soll ...
sei es drum
Hauptsache wir habe Spass am Segeln

vlt. hilft es ja, einfach mal zu recherchieren wie sich die Rumpfgeschwindigkeit ergibt
und dann überlegen, was es bedeutet (Voraussetzungen) um diese zu erhöhen ...
ist nicht schwer ...

wie gesagt, wenn Du meinst das geht mit er N22 - was ja hier im Thread das Thema ist - , dann zeig es / lass uns dran teilhaben
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von THM » Mi 25. Mai 2022, 17:30

evante hat geschrieben:
Mi 25. Mai 2022, 15:15
Es geht lediglich um das von Ihnen aufgestellte Dogma, man könne die Rumpfgeschwindigkeit nicht überschreiten.
M.M. nach kann man mit genügend Leistung die Rumpfgeschwindigkeit überschreiten, dazu sind aber ein paar Voraussetzungen zu erfüllen.
outdoor hat geschrieben:
Mi 25. Mai 2022, 15:22
vlt. hilft es ja, einfach mal zu recherchieren wie sich die Rumpfgeschwindigkeit ergibt
und dann überlegen, was es bedeutet (Voraussetzungen) um diese zu erhöhen ...
ist nicht schwer ...
Bei meinen Recherchen bin ich auf das Thema Trimmung gestoßen. Beliebig Leistung auf die Schraube geben reicht nicht, es muss noch die passende Trimmung her, sonst richtet sich der Bug auf und im schlimmsten Fall steigt das Wasser über das Heck ein und das Boot säuft ab. Entscheidend ist also die Entlastung (Auftrieb) am Heck oder genügend Gewicht im Bug. Den Auftrieb am Heck kann man auch durch die Neigung des Außenborders erreichen (beim Schachtmotor kaum möglich). Ein weiterer Sonderfall ist das Surfen in ein Wellental, da ist das Heck automatisch entlastet, weil der Bug ins Tal fällt.

So weit meine 2 ct. :Cool:

Gruß
Thomas
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von outdoor » Mi 25. Mai 2022, 20:33

ähm Thomas ja und nein

Kurzform:

also beim Verdränger ergibt sich die Rumpfgeschwindigkeit aus Bug- und Heckwelle
schneller geht nicht
über Trimm (-> Länge läuft) kannst Du erreichen dass die Wasserlinie länger und damit entsprechend der Kutter schneller wird
das ist dem Riss (hier S-Spant) geschuldet

bei den gängigen neuen Rissen sieht es etwas anders aus
auch haben diese eine Bug- und Heckwelle, aber die Bugwelle wird anders genommen

während beim S-Spant die Welle durchschnitten wird , klatscht bei den neuen Booten der Rumpf eher auf die Welle
wenn die bei diesen neuen Rissen jetzt Foils an den Rumpf nagelst dann kann man das Limit aus Bug-/Heckwelle aufheben
mit Foils würde sich die Speed theoretisch (lässt man mal andere Faktoren ausser acht) nur noch aus der Segelflächte ergeben

bei Motorbooten kann man dieses durch den Riss (Rumpfform) erreichen
hier wandert die Bugwelle nach achtern wenn der Bug angehoben wird
ist nun die Differenz (Wellental) zwischen Heck- und Bugwelle mögllichst gering (nahe 0) dann fährst/surfst Du unter Motor auf der eigenen Welle

Tipp: im Buch "Physik des Segeln" bzw. der engl. Originalausgabe werden solche Themen behandelt, vlt ja interessant für den ein oder anderen

wie so viele andere Themen auch beim Segeln: es kann abendfüllend sein, wenn man mal die verschiedenen Konstellationen durchgeht

aber die N22 über Rumpfgeschwindigkeit glaube ich erst wenn ich es sehe !
lass mich da gerne belehren
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von jan himp » Do 26. Mai 2022, 10:57

Was wohl die Ausnahme ist:

Ich bin mit einer SHARK 24 in der Lübecker Bucht des öfteren ins Gleiten gekommen, also nicht Surfen In der Welle.
Die Shark ist aber nur 2,10 m breit (wie VARIANTA), bei 7 m Länge. Das Boot gehörte mir sogar nicht.

Die Überholten guckten nur verständnislos. Oo

Dieser Ausnahmezustand ist aber kribbelig. Da darf mit dem Ruder keine falsche Bewegung gemacht werden.

Schönes Wochenende,

Rolf
ehem. NEPTUN 20 Nr. 848

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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von Bingum12 » Do 26. Mai 2022, 12:56

Anschlag für den Motorschacht
Beitrag von Rolf (Jan Himp; 07.04.22; 11:30)

Moin,

ich möchte die Biegekräfte am Motorklemmbrett auch reduzieren.

Ich müsste dafür einen Gummischlauch halbieren und im Schacht am Anschlag anbringen.

Der Motor würde dann bei Vorrausfahrt anliegen.

Aber, wie den halbierten Gummischlauch befestigen?

Löcher bohren mag ich nicht so gerne!

Könnte man am Motorschaft vielleicht am Anschlag einen Puffer anbringen (mit Panzertape ein Stück vom Fahrradschlauch), um den den Schacht bzw. den Motor nicht zu beschädigen?

Oder wird es dort zu heiß?

Stefan
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von jan himp » Do 26. Mai 2022, 14:35

Moin Stefan,

das war bei mir ein aufgeschnittener Schlauch.
Der wurde auf die Rumpfkante gesteckt und hat da einfach geklemmt.
Ein Kunststoffschlauch klemmt wahrscheinlich noch besser.
Wenn Du eine andere Lösung hast, darfst Du aber ruhig 2 M 4 Schrauben durch den Rumpf bohren, aber nicht weiter als 20 mm von der Kante.
Das trifft auf die 20er zu, bei der Miglitsch weiss ich das nicht genau.

Gruß,

Rolf
ehem. NEPTUN 20 Nr. 848

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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von Bingum12 » Do 26. Mai 2022, 18:14

Berührung: Kante Motorschacht und Motorschaft

Moin Rolf,

gerne hätte ich noch gewusst, wie heiß der Motorschaft in dem Bereich wird, wo der Motorschaft mit der Schachtkante unten in Berührung kommt?

Vielleicht kann man in dem Bereich am Motorschaft einfach ein Stück Fahrradschlauch oder eben ein Stück Gummi mit einem Panzertape oder mit zwei Kabelbindern befestigen?

Dann wäre der Motorschaft und die Schachtkante geschützt.

Sollte die Temperatur zu hoch sein, dann schmilzt der Fahrradschlauch bzw. das Gummi.

Aber, ich vermute, der Bereich befindet sich doch im Wasser und ist somit kühl, oder?

Stefan
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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von jan himp » Do 26. Mai 2022, 19:29

Hallo Stefan,

die Temperatur ist minimal, da innen ein Gas/Wassergemisch runterkommt.
Der Bereich war bei meinem Kutter ohnehin unter Wasser.

Befestigen kannst Du den Schlauch auch mit 2 Bandnudeln. Dafür muß Du dann 2 Durchgangslöcher bohren.

Der Lack am Motorschaft arbeitet sich an der Auflagestelle natürlich ab. Da passiert aber nichts. die Auflagestelle bleibt blank.
Wenn möglich, versuche mal den Motor so zu montieren, daß er nur bei Fahrt richtig anliegt. Da Du einen 1 Zyl. 4-Takter hast, könnten sonst im Leerlauf üble Schwingungen auf den Innenraum übertragen werden.

Gruß,

Rolf
ehem. NEPTUN 20 Nr. 848

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Re: Yamaha 9,9PS in Neptun22 Backdecker

Beitrag von evante » Fr 27. Mai 2022, 10:23

Hi,

unsere 22er Miglitsch hat 5,4 Meter LWL, ergibt eine Rumpfgeschwindigkeit von 5,6 Knoten. Wie gesagt nur 6 PS (Einzylinder) dran:
Bild
SInd mal eben 1 Knoten über der Rumpfgeschwindigkeit. Mit dem Suzuki 2 T 2Zylinder war die 7 vor dem Komma drin. Würde ich einen 9,9er einbauen, wenn er ansatzweise passen würde? Ja auf jeden Fall, selbst wenn es am Ende nur 2 Knoten über der Rumpfgeschwindigkeit wären.

Ciao.
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