Neptun 20 Reviere

Ihr wart auf großer Fahrt? Ein guter Bericht wird gerne gelesen.
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von Tilikum » Mo 2. Jul 2018, 18:10

Mal kurz nicht da, wieder einiges Spannendes zu lesen. :-)
Tatsächlich war der Hintergrund meiner Frage nicht so sehr der Urlaubstörn (trotzdem gute Tipps!) sondern ein potentieller Umzug. Die Details der Gemengelage erspare ich Euch, aber wenn es ans Meer geht - und das ist wahrscheinlich - hatte uns interessiert, wie unsere Neptun das so "sieht", bzw. wäre das sogar ein relevantes Kriterium für den Zielort. - Die "Neptunsegler"-Videos gucke ich mir jedenfalls bestimmt an! Ansonsten ist meine Freundin an sich nicht zimperlich, allerdings wird einem bei viel Welle und Krängung natürlich mulmig. Was bei ihr (nicht bei jedem) hilft ist aber Logik und Physik und erklären. Daher sind Sätze wie "umkippen wird Dein Boot wohl eher nicht, dafür sind sie einfach zu untertakelt. Eben keine Rennboote aber dafür sicher." Balsam. Den Rest - was man als Crew "verträgt" - muss man sehen.
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von olihamo » Sa 7. Jul 2018, 07:36

Die Rändelschraube habe ich jetzt verstanden, danke.- Wenn jemand sowas im Handel sucht, wird er unter der Bezeichnung "Mastrutscherstopper" fündig; die mir bekannte Ausführung hat eine Rändelmutter.- Man könnte auch die Bewegung des Baumes nach oben durch Anbinden verhindern, ähnlich wie ein Bullenstander die seitliche Beweglichkeit begrenzt.
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von Tenovice » Sa 7. Jul 2018, 12:24

olihamo hat geschrieben:
Sa 7. Jul 2018, 07:36
Wenn jemand sowas im Handel sucht, wird er unter der Bezeichnung "Mastrutscherstopper" fündig; die mir bekannte Ausführung hat eine Rändelmutter.
Wieder was gelernt... bei mir wars eine Unterlegscheibe, eine Mutter, ein Schweißpunkt und ein bisschen Flexen... Ich hatte keine Ahnung dass es sowas fertig gibt... :)
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von olihamo » Sa 7. Jul 2018, 13:16

Wenn ich sowas lese, komm ich mir arg untertakelt vor.- Denn ich kann nicht schweißen (fräsen, drehen), schon gar nicht Chromstahl - nur ein bisschen flexen, bohren, sägen, möglichst mit meinem Werkzeug nicht bei Chromstählen. - Ist nicht so aggressiv gemeint, wie es vielleicht klingt, wollte nur darauf hinweisen, dass nicht alle Segler zugleich perfekte Tischler, Maschinenbauingenieure und Elektroniker sind.
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von Tenovice » Sa 7. Jul 2018, 13:42

Alles gut...

Ich unterstelle jetzt einfach mal, dass es eine Mutter mit Unterlegscheibe und Rändelschraube auch ohne Schweißpunkt tut... Mit ists halt nicht so ein gebastel, dass am Mast festzuziehen...

;)
MfG
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von chris » Sa 14. Jul 2018, 09:26

Hallo Manuel,

ich war mit der N20 schon gute 1500 sm auf Nord- und Ostsee unterwegs, davon drei Mal auf
Helgoland, zwei Mal in der dänischen Südsee und einmal über Bornholm nach Schweden.

Wenn man auf die Wetterlage achtet und sich einen ruhigen Tag aussucht, ist das meiner
Meinung nach gut machbar. Auf der Nordsee entwickelt sich nach einigen Tagen mit
konstanter Windrichtung eine lange Dünung, bei der man auch bei größeren Wellen gut segeln
kann.

Ab 5 Bft. hatte ich schon das zweite Reff im Groß und sowohl Fock als auch Groß weit offen.
Das ist eigentlich kein segeln mehr weil man keine Höhe mehr laufen kann. Da hätte ich mir
eine dritte Reffreihe und eine Sturmfock gewünscht.

Aktuell bin ich der Meinung, dass ein Rollreff eine gute Investition ist. Mir macht es keinen
Spaß auf dem Vordeck herumzuturnen um die Segel zu tauschen, gerade wenn ich Einhand
unterwegs bin.

Ich würde als Resümee sagen, dass man bei 3-4 Bft. und stabiler Wetterlage mit ein wenig
Umsicht gut und sicher auf der Nordsee unterwegs sein kann. Gerade im Watt macht das
viel Spaß.

Viele Grüße,
Christian
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von Virus » Sa 14. Jul 2018, 10:31

Tenovice hat geschrieben:
Sa 7. Jul 2018, 13:42
Alles gut...

Ich unterstelle jetzt einfach mal, dass es eine Mutter mit Unterlegscheibe und Rändelschraube auch ohne Schweißpunkt tut... Mit ists halt nicht so ein gebastel, dass am Mast festzuziehen...

;)
MfG
So habe ich es auch, gibt's alles fertig im Baumarkt zu kaufen.
Mastrutscher rein, Rändelschraube mit Mutter (M6 passt bei meinem Mast, M8 ist zu dick) ebenfalls, mit dem kleinen Finger die Mutter etwas festhalten, Rändelschraube anziehen, fertig.
Ab Werft ist da so eine flache Zungenfeder drin, in der Nut aber die ist etwas schlabberig geworden im Laufe der Jahre.

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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von Tilikum » So 15. Jul 2018, 22:54

Hi Christian, danke für deinen kleinen Bericht! Klingt sehr interessant. Ist schon wirklich ein tolles kleines Boot. :-) Wenn bei uns mal ein neues Segel fällig wird (es hat eine Reffreihe) dann sollten es wohl wenigstens 2 Reffreihen werden... Oder dann doch drei... Was hast du: Schwarzer oder goldener Mast?
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von olihamo » So 15. Jul 2018, 23:11

Es geht auch eine Schraube, die keine Rändelschraube ist, mit einer Mutter, die nicht in der Nut durchrutschen kann, z. B. Vierkantmutter, Nutstein o. ä. Am besten mit Scheibe. Die Schraube sollte so kurz sein, dass sie nicht gegen den Nutgrund drückt. (Siehe Beiträge im alten Forum.)
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von Tilikum » Mo 16. Jul 2018, 09:43

Nun noch mal eine Frage zu Wellen, da diese ja wohl das potentiell größere "Komfortproblem" darstellen. Im Windfinder ist die Höhe in Metern angegeben, z.B. für Athen zZ meist 0,1 bis 0,4. Klingt noch nicht allzu bedrohlich, oder? Dann gibt es den zweiten Parameter mit s gekennzeichnet, z. B. 4s. Ist das die Länge? Und wie ist diese zu interpretieren auch in Relation zum Boot?
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von chris » Mo 16. Jul 2018, 10:35

Hallo Manuel,

ich habe den schwarzen Mast. Es hat sicher seinen Sinn, dass es den kürzeren Mast für die Küste gibt.
Deshalb würde bei mir die dritte Reffreihe durchaus Sinn machen. Schaden tut sie ja nicht, auch wenn
sie meistens ungenutzt bliebe.

Beim Windfinder ist noch die Periode in Sekunden mit angegeben. Ich habe mal gelesen, "gesunde Wellen",
also ungestört durch geringe Wassertiefe, Strömungen, Windrichtungsänderungen und genügend Platz
zum anlaufen, haben etwa sieben Mal so viel Länge wie sie hoch sind.

Dann hast Du bei einem Meter Höhe sieben Meter Länge. Das geht dann völlig problemlos und man wird
auch nicht naß. Die Wellenhöhe ist also gar nicht so das Problem. Wenn auf der Nordsee eine alte, hohe
Dünung von den Vortagen steht mit einem Meter Höhe, dann ist das wie Fahrstuhlfahren, entspannt
rauf und runter.

Viele Grüße,
Christian
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von Tilikum » Mi 18. Jul 2018, 10:58

Danke Chris für die Erklärung!
Okay beim goldenen Mast sollte dann wohl wenigstens ne zweite Reffreihe her... Ohnehin wäre ein Wechsel auf ein Meer wohl ein guter Anlass für neue Segel...
Hast du eigentlich auch einen Traveller?

Schöne Grüße
Manuel
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von chris » Sa 20. Okt 2018, 12:52

Hallo Wilhelm,

ich war Juli dieses Jahres von Ribnitz aus durch die Bodden, einmal um Rügen herum und zurück.

Die Slipanlage ist prima und ich konnte mit meinem Dacia mit 90 PS problemlos ein- und ausslippen.
Slipgebühren gibt es keine, Auto und Trailer können entweder im Hafenbereich oder auf dem
200 m entfernten Parkplatz kostenlos abgestellt werden.

Die Hafengebühr pro Nacht ist 4,50 EUR, Toilette ist von außen zugänglich im Fischlokal im Hafen.
Die Hafenmeisterin kommt abends gegen 18 Uhr zum kassieren. Von ihr bekommt man ohne Pfand
den Schlüssel zu den kostenlosen Duschen vom Segelverein, ca. 500 m entfernt.

Ich muss aber erwähnen, dass man nur auf dem Ribnitzer See/Saaler Bodden frei segeln kann,
teilweise auf dem Bodstädter Bodden und auf der Grabow. Die Bodden sind über teilweise recht
lange und schmale Tonnenstriche miteinander verbunden.

Das bedeutet viel Motorfahrt, wenn der Wind nicht absolut günstig steht. Einhand ist das sehr
nervig, weil man das Ruder nicht mal eben dem Pinnenpiloten überlassen kann wegen der engen
Fahrwasser. Da hat man zwei Meter neben der Tonne oft nur 10 cm Wassertiefe.

Ich hatte ernsthaft überlegt, ob ich den gleichen Weg wieder zurückfahre oder lieber das Auto
nachhole und an der Ostsee slippe. Weil Thomas gerade in München war, bin ich dann doch wieder
durch die Bodden zurück.

Nicht falsch verstehen, die Bodden sind wunderschön aber nichts zum Tourensegeln. Das ist meiner
Meinung nach eher ein ideales Revier zum fischen und entsprechend für kleine Motorboote.

Ein guter Kompromiss wäre Dabitz an der Grabow. Der Hafen ist nagelneu, die Sliprampe machte
einen sehr guten Eindruck, Slippgebühr waren 10 EUR und das Hafengeld war 7,5 EUR. Trailer und
Auto sind dort auch kostenlos, glaube ich. Dieses Jahr gab es zwar nur einen Sanitärcontainer, weil
das Hafengebäude gerade im Bau war, dafür aber sauber und duschen kostenlos.

Auf der Grabow kannst Du frei segeln und es ist nur ein zwei Stunden Tonnenstrich bis Barhöft am
Strelasund. Dieser Abschnitt ist sehr reizvoll, mit Sandbänken, Vögeln und schöner Landschaft.

Wenn Dir dann der Sinn etwas mehr nach Bodden steht, kannst Du über den Barther Bodden nach
Barth und weiter über den Bodstädter Bodden nach Zingst. Die Meiningenbrücke sparst Du Dir
dadurch. Ansonsten steht Dir über Barhöft der Strelasund nach Hiddensee und Rügen offen.

Viele Grüße,
Christian
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von THM » Sa 20. Okt 2018, 19:11

Dem ist fast nichts hinzuzufügen - m.M. nach gibt es im Ribnitzer Hafen die besten Fischbrötchen in der Gegend.

Gruß
Thomas
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von Tilikum » Sa 29. Dez 2018, 11:53

Hallo liebe Leute, ich hoffe ihr hattet schöne Weihnachten!

In meinem Fall gab es kurz vor dem Fest ein Geschenk: Meine werte Miteignerin und Freundin sowie meine Wenigkeit gehen aus beruflichen Gründen im Sommer zusammen nach Athen. Unsere Neptun 20 kommt mit und unser Revier wird dann der Saronische Golf werden. Verrückt. :shock: :mrgreen: Aus den bisherigen Tipps in diesem Thread und anderen habe ich folgende Hinweise abgeleitet:
- Grundsätzlich ist die Neptun 20 für Küstenreviere geeignet, natürlich bei passendem Wetter (3-4 bft)
- Die Ausrüstung sollte vernünftig sein, da haben wir schon einiges vorgemerkt...
- Neues Großsegel mit zwei Reffreihen (goldener Mast)
- Neues Vorsegel mit Rollreffanlage
- ggf. Austausch aller Wanten und Stagen (haben zT "Dellen", Alter völlig unbekannt)
- Treibanker anschaffen
- ggf. Zweitanker anschaffen
- Schwert durch einen Profi warten lassen
- Motor (älterer 8PS Honda) durch einen Profi warten lassen
- Fallen in die Pflicht umlenken
- ggf. Funkgerät (SRC Schein machen?)
- Evtl. einen Traveller nachrüsten
- Evtl. Lazy Jacks

Puh, das wird spannend. Fällt Euch noch was ein, was wir beachten sollten?
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von Tenovice » So 30. Dez 2018, 00:08

1. neue Segel sind immer Sinnvoll...
2. Ich würde den Treibanker weglassen - es sei denn du erwägst den Offshore- Kampf gegen die Wellen mit der 20er aufzunehmen. Das Teil nimmt nur Platz weg und kostet Geld...
3. Warum willst du die Wanten austauschen? Wir reden immer noch von ner 20er Neptun und nicht vom High-end- Regattagerät...
4. Zweitanker ist Sinnvoll, wenn man in Buchten Ankern will und es richtig bläst. Allerdings wäre da die Investition in einen größeren, schwereren Hauptanker sinnvoller. Ich würde mir für Buchtenankern eher zwei Schärenanker ins Boot legen. Aber ein Klapp-Draggen kostet ja auch nichts..
5. Welchen Vorteil erhoffst du dir von der Schwertwartung? Klemmts irgendwo?
6. Motorwartung - soll man ja grundsätzlich regelmäßig machen, allerdings würde ich mir eher einen kleinen Ersatz-Außenborder in die Backskiste legen - mit 2,5PS kosten die Chinakracher nur noch 150 EUR... als Backup reicht das.
7. Fallen in die Plicht macht nur Sinn, wenn du wirklich viel Offshore unterwegs bist... Oder oft alleine. Ansonsten kann man sich die Arbeit sparen. Zum Reffen musst du eh zum Mast und beim Segel setzen sollte es keine Probleme geben. Einzig das Segel bergen könnte mal brenzlig werden - zu zweit aber leicht machbar.
8. Funkgerät - Auf jedem Gewässer, auf welchem man so weit rausfahren kann, dass man im worst case das Ufer nicht mehr schwimmend erreicht, sollte das Pflicht sein. Ggf. flankiert von PLB's (=Personal locator beacon) und vernünftigen Rettungswesten.
9. Traveller und Lazy-Jacks halte ich auf 20 Fuß für etwas zuviel des Guten.

Organisiert euch eine Sturmfock! Die Sturmfock ist im Vergleich zur Rollreffsegelei einfach ein deutlich festeres Tuch und deutlich stabiler vernäht. Das macht Sinn.

Greetz
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von jan himp » So 30. Dez 2018, 13:47

Fallen in die Plicht würde ich aber doch bevorzugen.
In der Gegend bläst es schon mal überraschend heftig.

Ein Akku mit 92 Ah reicht, wenn nicht gekühlt wird. Ein Sonnenpaneel mit 50 W bekommst Du kaum elegant montiert.
40 W könnte auf das Schiebeluk passen.

AIS Kategorie B wäre auch schön, damit wir sehen können, wo Du Dich rumtreibst.

Gruß,

Rolf
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von Mephistopheles » So 30. Dez 2018, 19:08

Moin zusammen,
Tenovice hat geschrieben:
So 30. Dez 2018, 00:08
6. Motorwartung - soll man ja grundsätzlich regelmäßig machen, allerdings würde ich mir eher einen kleinen Ersatz-Außenborder in die Backskiste legen - mit 2,5PS kosten die Chinakracher nur noch 150 EUR... als Backup reicht das.
7. Fallen in die Plicht macht nur Sinn, wenn du wirklich viel Offshore unterwegs bist... Oder oft alleine. Ansonsten kann man sich die Arbeit sparen. Zum Reffen musst du eh zum Mast und beim Segel setzen sollte es keine Probleme geben. Einzig das Segel bergen könnte mal brenzlig werden - zu zweit aber leicht machbar.
Zu 6.
Redundanz schwächer und von anderer (geringerer) Qualität halte ich nicht für wirklich gut. Außerdem muss die Funktion regelmäßig überprüft werden. Macht man dass? Wie ich es kenne sammelt sich am Lagerort dann doch das eine und andere mit an. Das muss dann, wenn benötigt, unter Stress erst enttüdelt werden.

Zu 7.
Was spricht gegen die Installation von 2 Einhandreffs? Ich plane jedenfalls den Einbau (22'er)

Sollte ich Mist erzählen, sehe man es mir nach und berichtige mich. Bin blutiger Anfänger mit 'ner halben Saison binnen.

Schönen Gruß
Markus
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von Tenovice » Di 1. Jan 2019, 23:46

Mephistopheles hat geschrieben:
So 30. Dez 2018, 19:08


Zu 6.
Redundanz schwächer und von anderer (geringerer) Qualität halte ich nicht für wirklich gut. Außerdem muss die Funktion regelmäßig überprüft werden. Macht man dass? Wie ich es kenne sammelt sich am Lagerort dann doch das eine und andere mit an. Das muss dann, wenn benötigt, unter Stress erst enttüdelt werden.

Zu 7.
Was spricht gegen die Installation von 2 Einhandreffs? Ich plane jedenfalls den Einbau (22'er)

Sollte ich Mist erzählen, sehe man es mir nach und berichtige mich. Bin blutiger Anfänger mit 'ner halben Saison binnen.

Schönen Gruß
Markus
Naja... eigentlich hat sich die schwächere Redundanz insbesondere bei Motoren durchgesetzt. Nicht umsonst haben selbst 40Fuß Boote den kleinen 2,5 - 5PS Langschafter hinten dran. Lieber langsam als garnicht - Und im Fall der Fälle entscheiden die 2,5PS über wohl und wehe...

Vermutlich ist es eine Glaubensfrage, aber ich denke, dass eine schwächere Redundanz besser ist als keine. Vom Stress mal ganz abgesehen, wenn der Motor ausfällt..

Und gegen ein Einhanreffsystem spricht nichts - und natürlich kann das jeder Handhaben wie er will...
Aber beim Standard-Reff wirst du vorne am Mast das Auge im Reffhaken einhängen müssen. Und leider must du auch bei meinem geliebten Schneckenreff zum Kurbeln an den Mast.
Wie gesagt, die Mühen alle Fallen ins Cockpit umzulenken sind meiner Meinung nach nur notwendig, wenn man viel Einhand unterwegs oder plant in rauherem Seegang unterwegs zu sein. Für alle anderen ist es maximal ein Komfortgewinn aber keinesfalls zwingend erforderlich.

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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von Tilikum » Mi 2. Jan 2019, 13:10

Vielen Dank!
Wieder sehr viel interessanter Input von Euch!

2. Ich würde den Treibanker weglassen.
- Hatte jmd anders hier empfohlen. Wir haben letzte Saison aber auch viel Beidrehen geübt, auch bei stärkerem Wind. Gut, es zu können.

3. Warum willst du die Wanten austauschen?
- Sie sind teilweise etwas "verbeult" oder leicht "aufgedreht". Mir geht es da um eine Sicherheitsreserve, falls einen doch mal der Meltemi heimsucht, der kann plötzliche Böen haben.

4. Zweitanker ist Sinnvoll, wenn man in Buchten Ankern will und es richtig bläst.
- Ja an einen Klappanker hatten wir gedacht. Auch für den Fall, dass mal ein Anker verlorengeht, als Notanker. Für unseren bestehenden Anker haben wir einen Kettenvorlauf, den wir fürch einen längeren ersetzen möchten.

5. Welchen Vorteil erhoffst du dir von der Schwertwartung? Klemmts irgendwo?
- Es gab ein nicht im Detail bekanntes Problem am Schwert. Offenbar wurde das Schwertfall getauscht, aber ich glaube nicht so ganz professionell, da die Voreignerin sagte, wir sollen das Schwert nicht 100% rausmachen, da es sonst evtl. nicht wieder reinginge. Evtl. ist das Fall geknotet statt gespleißt. Keine Ahnung, traue dem Frieden da nicht recht.

6. Motorwartung (...) einen kleinen Ersatz-Außenborder in die Backskiste legen - mit 2,5PS kosten die Chinakracher nur noch 150 EUR.
- Das ist eine sehr gute Idee, werden wir mal gucken. Wie macht man den dann fest. Na mal gucken...

7. Fallen in die Plicht macht nur Sinn, wenn du wirklich viel Offshore unterwegs bist... Oder oft alleine. (...)
- Aha, verstehe.

8. Funkgerät
- Reicht da wohl eine Handfunkgerät? Der Abstand zum Land wird bei unseren Plänen max 12sm betragen. Ansonsten müsste dann noch eine Antenne an den Mast.

9. Traveller und Lazy-Jacks halte ich auf 20 Fuß für etwas zuviel des Guten.
- Traveller hatte ich mal auf der "Nupi" gesehen, die Modell für einen Artikel in der Yacht stand. Allgemein tendiere ich dazu, etwas "größer" zu denken, um bestimmte Systeme kennenzulernen, auch wenn sie etwas überdimensioniert scheinen. Aber auch das hätte dann wohl niedrige Prio.

10. Elektrische Versorgung
- Wir haben einen winzigen Kühlschrank. Max 8 Stunden lassen wir den am Stück laufen. Solar macht natürlich grade in einer so sonnenbeschienen Gegend durchaus Sinn.

11. Rollreff vs Sturmfock.
- Ist denn nicht der große Nachteil der Segelwechsel und die Notwendigkeit aufs Vorschiff zu gehen in einer Starkwindsituation? Und muss man dann nicht selbst auf eine einfache Rollfock verzichten, da diese ja nicht so einfach gewechselt werden kann? Wir wollten eigentlich nicht vor dem Lossegeln jedes mal die Genua anschlagen. Oder kann man Rollfock und Strurmfock parallel betreiben, etwa durch ein zweites Vorstag?
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von jan himp » Do 3. Jan 2019, 10:53

Moin Manuel,


Zu Pos 8:

Ein Handfunkgerät reicht nicht aus.
In DL ist das eigentlich nicht erlaubt, wenn keine offizielle Seefunkstation installiert ist.
Siehe auch :"Absaufen nach Vorschrift".

Die Miniflex-Antenne hat 3 dB Verlust, was bereits den Verkehr mit Landstationen erschwert.
Die Antennenhöhe ist ungenügend.

Der Gesundheitszustand des Akkus muß ständig überwacht werden, besonders dann, wenn das Gerät mehr als 2 W Ausgangsleistung hat.

Ein Kabel des Typs RG 58 im Mast ist angesagt. RG 8 oder 213 ist zu störrisch.
Bitte keine Diskussion über die Dämpfung von 10 m RG 58 bei 160 MHz!

Ein zusätzliches Handfunkgerät ist aber in Häfen gelegentlich hilfreich, auch beim Einkaufen.

Viele Grüße,

Rolf
Zuletzt geändert von jan himp am Sa 5. Jan 2019, 12:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von harry01 » Do 3. Jan 2019, 15:20

Hi
Gedanken zum Baumniederhohler.
Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von Tenovice » Do 28. Jun 2018, 21:08
Das mit dem Baumniederholer ist ein guter Punkt, den ich vergessen habe darzustellen...
Wir nutzen dafür eine Rändelschraube, die wir oberhalb des Baumbeschlages in der Mastnut einschieben. Dadurch kann ich zumindest das Steigen des Baums in der Nut begrenzen. Der Effekt ist der Gleiche wie beim klassischen Baumniederholer...
Ich bin der Überzeugung das der Baumniderhohler nicht das steigen des Baumes in der Mastnut verhindern soll.
Dafür ist eigetlich auch nicht der Rutscher mit Rändelschraube gedacht.
Dieser soll das ausfädeln der Rutscher vom Groß beim Reffen verhindern.
Das steigen vom Baum am Mast wird doch durch einen Strop vom Lümmelbeschlag zum Mastfuß,
bzw auf eine Klampe unterhalb des Lümmelbeschlages verhindert.
Der Baumniederhohler ist eine meist eine Talje die am Baum in einiger Entfernung vom Mast angeschlagen ist und zum Mastfuß führt.
Er soll verhindern das der Baum auf Achterlichen oder Vorwindkursen mit der Baumnock steigen kann und somit das Segel im oberen bereich öffnet.
Wenn bei diesen Kursen die Großschot weit gefiert ist dann kann sie das Groß nicht mehr geschlossen halten, und der Druck entweicht im oberen Bereich.
Sollte ich mich da irren :?:

Wie mache ich den Flautenschieber fest. :roll: Ich habs so gelöst. 8)
Bild
Angeschraubt an Seereling und an die Fußleiste angelehnt ist er immer schnell einsatzbereit.
Wird nur in die Halterung am Heck gesetzt und fertig.
Habe aber keine ahnung ob auf einer 20er oder 22er eine Seereling vohanden ist.

Entschuldigt wenn meine Vorschläge nicht umsetzbar sind.
Ich war noch nie auf einer 20er.
Gruß Harald
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von Tenovice » Do 3. Jan 2019, 19:42

harry01 hat geschrieben: Er soll verhindern das der Baum auf Achterlichen oder Vorwindkursen mit der Baumnock steigen kann und somit das Segel im oberen bereich öffnet.
Wenn bei diesen Kursen die Großschot weit gefiert ist dann kann sie das Groß nicht mehr geschlossen halten, und der Druck entweicht im oberen Bereich.
Sollte ich mich da irren :?:
Du hast natürlich recht... allerdings ist es mir mit dem Scheckenreff nicht möglich einen Kicker/Baumniederholer zu setzen. Ich behelfe mir dann Raumschots mit einem quasi Bullenstander den ich von der Baumnock über die Genuarolle auf die Winsch lege... somit erzeuge ich "Zug nach unten" und kann das Achterliek kontrollieren...
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Re: Neptun 20 Reviere

Beitrag von Tilikum » Fr 11. Jan 2019, 17:08

An diese Stelle nochmal vielen Dank für Eure Rückmeldungen. Ich denke, es sind so viele unterschiedliche Themen, dass ich die wohl auf verschiedene Threads aufteile und somit auch andere was davon haben, die vielleicht später danach suchen. :-)
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