Der große Teich...

Seemannsgarn oder neudeutsch "Smalltalk"
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Der große Teich...

Beitrag von Tenovice » Mo 11. Feb 2019, 02:27

Sooo,

die regelmäßigen Besucher vom Z'ammhockats wissen es ja bereits... Und bevor es per Flüsterpost die Runde macht...

Die "Eisbär" goes Atlantik... bis nach Barbados...

Unser Zeitplan:
Das Ganze soll im Dezember 2020 starten - also dieses Jahr wird umgebaut und bis September fleißig getestet. Im kommenden Winter wird das Boot nochmal aufgehübscht und der allgemeinen Pflege/Durchsicht unterzogen. Und dann geht es im Sommer auf dem Trailer nach Algeciras/Spanien (schließlich wollen wir Gibraltar durchfahren) und von da auf die Kapverden - wo die "Eisbär" zwischengeparkt wird - bis Dezember. Dann gehts über den großen Teich - mit der Neptun 26... Wir halten es da wie zwei wirklich erfahrene Weltumsegler, die auf die Frage nach dem perfekten Boot für die Weltumsegelung (was wir ja nun nicht vorhaben, aber es passt so schön) antworteten: "Das Rigg sollte oben, der Kiel unten und die Segel brauchbar sein. Wenn es dann noch dir gehört, hast du das perfekte Boot" - dem möchte ich nichts hinzufügen.

Wer sind wir:
Das ist zum einen (und der Esel immer zuerst) Ich - euer einziger Lieblingsadmin. Ich habe die "Barfußroute" mit der 42er meines alten Herren zweimal mitgesegelt - auf 26 Fuß wird das wohl etwas sportlicher. Dann ist noch mein Arbeitskollege Manuel dabei, mit dem ich regelmäßig segeln gehe und bei dem ich selbst im schlimmsten Sturm ruhig in der Koje liege, wenn ich weiß, dass der Kerl die Pinne führt. Der Verrückte wird es wohl 3 Wochen an Bord mit mir aushalten können/müssen.

Das Boot/Ausrüstung:
- Eine 26er Neptun KS (=Kielschwerter)
- Diesel Festeinbau
- insgesamt 150 Liter Frischwasserkapazität
- neue Besegelung
- 200w Solaranlage
- Garmin Chartplotter

Was wir noch brauchen:
- Vermutlich etwas größere Reserven bzgl. Frischwasser
- Windsteueranlage - wir arbeiten daran!
- Trailer... wir haben noch keinen - ich befürchte, dass wird ein Problem
- Backofen an Bord - bevorzugt mit Butan-Kartuschen - ich will keine große Gasflasche - ich bin da Schisser - aber ich bestehe auf frisch gebackenes Brot unterwegs... Backmischungen sind ein Segen - funktionieren super mit Meerwasser!!

Das Trailer und Backofenproblem würde ich gerne an euch abgeben... Vielleicht habt ihr ja die eine oder andere Idee..

Das Boot wird dann für ein Jahr in die Karibik gestellt und dann im Folgejahr zurückgeholt...
Die Seite ww.neptun-forum.de wird dann demnächst um einen entsprechenden Blog erweitert - dann hats auch mal eine ensprechende Startseite.

Das reicht erstmal zu so später Stunde...

Euer Christof
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Neptun 26 KS "Eisbär"
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Re: Der große Teich...

Beitrag von Trailer-Sailor » Mo 11. Feb 2019, 08:50

Hallo Cristof

Finde ich eine klasse Idee. Und dann noch über die Kapverden. Mein Neid ist dir sicher... 🙂

Zu deinen beiden Punkten:

Willst du das Schiff selber nach Spanien bringen und den Trailer dann dort stehen lassen, oder fährt den jemand anderes wieder nach Hause? Im zweiten Fall kann man doch relativ einfach und günstig einen Trailer mieten. Ansonsten hast du doch noch ziemlich viel Zeit um etwas passendes zu finden.

Mit dem Brot: Wir haben einen Omnia Ofen. In dem kannst du einfach auch Brot backen. Es gibt zumindest auf Facebook auch eine entsprechende Gruppe, wo ständig Rezepte und Ergebnisse gepostet werden. Mit etwas probieren und Übung ergibt das sehr gute Ergebnisse. Aber ich kenne deinen Anspruch diesbezüglich auch nicht. Der Omnia, den es in nahezu jedem Campingshop gibt und auch bei den grossen Yachtbedarfversendern ist prinzipiell ein hervorragendes Universalkochgerät. Schau es dir mal an, falls du es nicht kennst.

Ansonsten wünsche ich dir viel Spass beim vorbereiten der Reise.
Gruss, Gerrit

Neptun 22 BD
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Re: Der große Teich...

Beitrag von Kaie » Mo 11. Feb 2019, 10:42

Christof Du Teufelskerl...
mein (sehr zugewandter) Neid wird Dir sicher sein!
Ich wünsche jetzt schon eine sichere Heimkehr.
:-)
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Re: Der große Teich...

Beitrag von Tenovice » Mo 11. Feb 2019, 12:21

Den Omnia- Ofen kenne ich nur aus diversen Youtube-Sege-Videos - wusste allerdings weder wie die heißen noch hatte ich sonstige Infos dazu geschweige denn, dass ich sowas auf dem Radar hatte - aber der Tip ist heiß und wird in jedem Fall näher betrachtet werden müssen. Ich könnte mir halt vorstellen, dass es problematisch wird das Ding bei entsprechendem Seegang auf der Flamme zu halten. Da der Kocher (wie vermutlich bei euch allen) nur halbkardanisch aufgeehängt ist. Beim Ofen musst du nur eine Verriegelung für die Tür einbauen, damit dir das Brot nicht die Tür öffnet und mit selbiger durch die Pantry fliegt - ich habe gehört, dass sowas mal wem passiert ist - alleine den noch flüssigen Teig aus der Pantry zu schrubben soll Stunden gedauert haben ;)

Ich halte das deutsche Brot für wichtigste Errungenschaft deutscher Kultur - man merkt erst wie es fehlt, wenn man mal 2 Wochen im Ausland weilt und es nur gesüßtes labbriges toastähnliches Gebäck gibt. Und bei entsprechender Langfahrt ist Knäcke oder Pumpernickel aus der Dose keine dauerhafte Option.

Die Route über die Kapverden ist die schnellere und einfachere - zumal du in Mindelo die Yacht gut für 2-3Monate an Land stehen lassen kannst und von dort gleich mit dem Passat im Rücken schnell/konstant rüberkommst. Geplant ist der Törn auf die Kapverden über Madeira und Gran Canaria - also 1600sm. Dafür ist ein Zeitfenster von 16 Tagen vorgesehen. Weil insgesamt nur 20 Tage Urlaub zur Verfügung stehen... Da muss aber das Boot auch noch nach Spanien gezogen werden... Mal sehen ob man da organisatorisch noch was straffen kann.

Zum Thema Anhänger: Das Boot soll ja in diesem Jahr noch von der Ostsee hier nach Bayern. ergo ist mein Zeitfenster etwas enger gesteckt. Und der Plan ist, dass die oben an der Ostsee das UW-Schiff in der Werft überholen und das Boot hier auf dem Hänger stehen bleibt und dann der obere Bereich etwas Zuwendung erfährt. Das wäre eine längere Mietdauer. Und leider fehlt es mir derzeit an technischen Möglichkeiten, das Boot vom Trailer zu heben und das Boot muss mobil bleiben, da es in der angemieteten Scheune ggf. mal weggeschoben werden muss. Ein Lagerbock ist also keine wirkliche Option - es sei denn er hätte Rollen - aber für das Geld kann man auch den Hänger kaufen... Aber natürlich wird der Trailer samt Zugfahrzeug von Spanien wieder nach Hause gefahren... mein alter Herr freut sich schon... Ihr wisst schon... diese Berliner Freude (grmlhmpf) ;)

MfG
Christof
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Re: Der große Teich...

Beitrag von Trailer-Sailor » Mo 11. Feb 2019, 13:33

Der Omnia ist auch bei Seglern verbreitet. Eine Arbeitskollegin meiner Frau ist auf Weltumsegelung.Sind auch über die Kapverden und derzeit auf dem Weg nach Panama. Die nutzt den Omnia sehr viel.

Mit dem deutschen Brot: Ich komme gebürtig aus Norddeutschland und lebe jetzt schon sehr lange in der Schweiz. Kenne das Problem, da es hier (ausser mal abgepacktes deutsches) auch kein vernünftiges Brot gibt. Auch das Bier ist nicht meinem Standard entsprechend.....

Mit dem Trailer klingt in der Tat aufwendiger. Da sollten sich dann vielleicht alle hier aus dem Forum umschauen für dich, finde ich. Hast du auch Accounts in anderen Foren (segeln und boote)? Vielleicht wird dir da auch geholfen. Man spricht ja nochmal einen deutlich grösseren Personenkreis an.

Bin gespannt auf den weiteren Verlauf...
Gruss, Gerrit

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Re: Der große Teich...

Beitrag von Tenovice » Mo 11. Feb 2019, 13:54

Ich bin noch im Segelforum aber meine Heimat ist natürlich hier. Das Problem ist, dass ein neuer Trailer mit 2500zgG irgendwas um die 2500EUR kostet. Gebraucht und günstiger sind die fast nicht zu bekommen. Das Geld würde ich lieber ins Boot stecken, daher scheue ich mich noch etwas vor der Investition.

Die 2500 wären mein Kollisionsschott und meine Rettungsinsel..
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Re: Der große Teich...

Beitrag von Trailer-Sailor » Mo 11. Feb 2019, 14:32

Ja, ein neuer Trailer ist teuer und gebraucht wäre er das auch, wenn du einen findest. Das Geld (wahrscheinlich mindestens 2000,– für einen gebrauchten) musst du also so oder so wahrscheinlich investieren. Der Vorteil ist, dass du so einen Trailer aber bei Bedarf auch wieder gut und mit recht wenig Wertverlust verkaufen kannst. Wenn es nicht zu sehr zwickt mit dem Geld, dann würde ich persönlich einen neuen kaufen und dann halt nach der Reise wieder verkaufen. Das reduziert den Stress ja auch deutlich...
Gruss, Gerrit

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Re: Der große Teich...

Beitrag von jan himp » Mo 11. Feb 2019, 15:07

Hallo Christof,

die 26er macht das ganz locker. Die ist auch konstruktiv vorgerefft. Wir hatten einen Vortrag von einem ziemlich unbedarften Pärchen, welches die Tour mit einer Shark 24 gemacht hat.
Gerhard hat nach dem Umstieg auf die Dehler 31, die weniger solide als die Neptun ist, auch einige bemerkenswerte
Erlebnisse.

Sozialtouristen werden Euch nicht begegnen, dagegen drohen in der Gegend Gefahren von harmlosen Fischerbooten. Wenn die 2 Aussenborder dran haben, muß man die ab 400 m im Auge behalten.
Wenn die sich auf 100 m nähern, muß man spätestens draufhalten. Auch wenn die nur nach der Uhrzeit fragen.

Die chinesischen Scharfschützen auf Frachtern treffen sogar auf 500 m. Wenn kein 2. Motor an dem Fischerboot war, haben die Fischer Pech gehabt.

Nachteil: Auf Schiffen unter deutscher Flagge dürfen keine Waffen mitgeführt werden, die fahren dafür mit Stacheldrahtbewehrung meist 23 kn, oder im Konvoi, wenn es langsamer gehen darf.
Unter ausländischer Flagge sind die mit schwergewaffneten Sicherheitsleuten unterwegs.

Du musst ausflaggen.

Viele Grüße,

Rolf
NEPTUN 20 Nr. 848

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Re: Der große Teich...

Beitrag von Tenovice » Mo 11. Feb 2019, 17:25

Warum sollte ich meine Waffe auf meinem Boot nicht mitführen dürfen? Brauchst für die Verbringung die Genehmigung der deutschen Behörden und die jeweilige Anmeldung dann im Einreisestaat (Europäischer Feuerwaffenpass reicht da eigentlich aus) - rechtlich eigentlich recht unproblematisch... Und der kleine Waffenschrank an Bord ist obligatorisch.
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Re: Der große Teich...

Beitrag von jan himp » Mo 11. Feb 2019, 18:43

Hi Christof,

das kenne ich nur aus der Handelsschifffahrt. Die haben Maschinenpistolen und noch schönere Sachen an Bord,
die ständig einsatzklar sind.
Im Bestimmungshafen werden sie problemlos angemeldet und befinden sich dann im Schrank.
Es gibt da keine Probleme, auch dann nicht, wenn ein Deutscher unter Adenauer ankommt.

Das betrifft natürlich nur Deutsche in unserer Umgebung unter Schwarz-Rot-Gold.
Das Aufrüsten im Ausland ist selbstverständlich möglich, auch privat.
Über die Zulässigkeit von Lenkwaffen habe ich keine Kenntnis.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/ ... isiko.html

Gruß,

Rolf
NEPTUN 20 Nr. 848

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Re: Der große Teich...

Beitrag von Trailer-Sailor » Mo 11. Feb 2019, 18:49

Was für eine Waffe willst du denn mitnehmen?
Gruss, Gerrit

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Re: Der große Teich...

Beitrag von Tenovice » Mo 11. Feb 2019, 19:20

Naja, Berufsbedingt wäre ich im Besitz einer 9mm, allerdings sehe ich keine Veranlassung diese mitzuführen.

Die Signalpistole 9mm mit entsprechenden Sternen befindet sich aber immer an Bord. Im Übrigen - und bei den meisten komplett unbekannt - darf jeder eine Schusswaffe ( Damit meine ich eine Schreckschusspistole - also mit Platzpatronen) auf seinem Boot führen (auch Zugriffsbereit am Mann/Frau). Es Bedarf hier keiner Erlaubnis. Zu finden ist das unter §12 Abs. 3 Nr. 4 WaffG. Diese Freistellung bezieht sich auch auf den Weg zum und vom Boot zurück. Der Erwerb und Besitz ist ohnehin frei ab 18.

Und wenn ich jetzt mal davon ausgehe, dass wir eines der strengsten Waffengesetze weltweit haben, dann könnte ich mir vorstellen, dass eine Schreckschusspistole in anderen Ländern nur müde belächelt wird. Lenkwaffen und vollautomatisches Gerät unterliegt bei uns dem Kriegswaffenkontrollgesetz - für Otto-Normal-Mitbürger somit auf legalem Wege unerreichbar - ist auch ganz gut so.

Wie gesagt - die scharfe Waffe wird wohl daheim bleiben... Ich finde die klassische 12-Pfünder auf dem Vordeck eh viel stilsicherer.
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Re: Der große Teich...

Beitrag von Trailer-Sailor » Mo 11. Feb 2019, 19:40

Ich gehe somit davon aus das du Polizist bist...

Ich dachte eben auch das von einer 9mm Pistole die Rede sein würde. Aber was will man damit schon wirklich ausrichten,wenn man von Piraten angegriffen wird? Das ist schon eher lächerlich.

Eine Signalpistole ist natürlich sehr sinnvoll.


Ansonsten gilt eben der alte Spruch: „Auf See und vor Gericht ist man in Gottes Hand.“
Gruss, Gerrit

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Re: Der große Teich...

Beitrag von Tenovice » Mo 11. Feb 2019, 21:27

So isses,
aber wie gesagt, mir fehlt noch der Anwendungsfall für die Zimmerflak. Für den Bonito reicht der Kiemenschnitt. Und für Delfin "Müllerin Art" ist die Pantry zu klein.

Das Omnia-Teil hab ich jetzt mal bestellt - das wird ausprobiert.
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Re: Der große Teich...

Beitrag von Trailer-Sailor » Mo 11. Feb 2019, 22:11

Wenn du mehr zu den Möglichkeiten und Erfahrungen mit dem Omnia suchst, schau mal bei FB unter „Omnia, kochen & backen wie zu Hause.“ Ist echt interessant was die da alles mit machen.

Delfin Müller Art habe ich da aber auch noch nicht gefunden. :lol:
Gruss, Gerrit

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Re: Der große Teich...

Beitrag von Kaie » Mo 11. Feb 2019, 22:41

Tenovice hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 13:54
Die 2500 wären mein Kollisionsschott und meine Rettungsinsel..
Kleiner Tip zur Rettungsinsel:

https://www.sostechnic.com/rafts/rettun ... -light.php

Die ist vom Packmaß sehr klein, recht preisgünstig und wird von fast allen Minitransats geführt. Kann man machen.
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Re: Der große Teich...

Beitrag von amino64 » Mo 11. Feb 2019, 23:20

Hallo Christof,

da wünsche ich Euch viel Spass und Durchhaltevermögen. Wenn man in den einschlägigen Foren so liest, geht ja unter 50 Füßen gar nichts mehr bei einer Atlantiküberquerung! Vor 30 Jahren gab es kaum Boote über 30 Fuß, und die sind auch drüben angekommen! Respekt vor eurem Vorhaben; aber finde ich klasse!
Mein Trailer ist leider für die 26er mit Festkiel, sonst könnten wir da vlt. was regeln, aber der wird für die KS nicht passen, da sind die seitl. Stützen zu hoch!
Wo baust Du das Kollisionsschott ein? Hinter die Vorschiffskabine?
Auf jeden Fall hier weiter berichten, bin sehr gespannt, wie es läuft!!!

VG Armin
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Re: Der große Teich...

Beitrag von Tenovice » Di 12. Feb 2019, 08:20

Das Kollisionsschott wird mich in der Vorschiffskoje die Spitze kosten (ca. 20cm) und wir werden den Bereich unter der Vorschiffskoje separieren. Ob wir dadurch den Ankerkasten mit dem neu entstandenen Hohlraum verbinden und das Ankergeschirr dadurch noch etwas tiefer unterbringen zu können, wird sich dann noch zeigen.
Wichtiger ist mir eigentlich unterhalb der Wasserlinie - also im Hohlraum unter der Vorschiffskoje. Im Fall eines Feindkontaktes läuft die Neptun sonst von vorne nach hinten voll. So ist vor nicht allzu langer Zeit eine 26er bei Rügen untergegangen und hat 2 Segler mitgenommen.

https://www.rolfdreyer.de/Downloads/Unt ... ALLMIN.pdf

Da unter 6.2. beginnt das Unglück.

Die beiden sind auf einen Stein aufgelaufen, haben Wasser genommen und konnten es nicht mitbekommen, da die 26er dann zwischen Außen- und Innenschale vollläuft. Daher liegt das Hauptaugenmerk darin, diesen Hohlraum zu unterteilen und jeweils elektrisch und manuell lenzbar zu gestalten. Geplant sind 3 Schotts in dem Hohlraum - das Erste nach der Vorschiffskoje, das zweite separiert den Bereich unter der Dinette und das Dritte die Hundekoje/Pantry. Ich verspreche mir zum einen mehr Festigkeit im Rumpf und ein gewisses Plus an Sicherheit.

Und ja... man kann das Gefühl gewinnen, dass alles unter 50 Fuß nur noch Binnentauglich ist. Natürlich habe ich auf der 42er mehr Komfort und natürlich ist die schneller. Aber alleine schon der Vergleich der 42er mit meiner zeigt mir, dass die Kleine auch ihre Vorteile hat. Insbesondere wenn es mal etwas ruppiger wird. Die Kleine schwimmt wie ein Korken auf den Wellen, die die 42er durchpflügen muss. hat alles sein für und wider.
Je Kleiner der Kahn, desto größer muss die Leidensfähigkeit der Crew sein.

MfG
Christof
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Re: Der große Teich...

Beitrag von Trailer-Sailor » Di 12. Feb 2019, 15:52

Naja, viele Langzeitsegler, wie unter anderem die Hills sind und waren bezüglich der Schiffsgrösse anderer Meinung. Als deutsche Vertreter seien auch noch die Kochs genannt, die dieses spätestens bei ihrer letzten grossen Reise mit entsprechendem Schiff erkannten. Ich schliesse mich deren Meinung an und find die Aussage: „Je kleiner das Boot, desto grösser der Spass“ durchaus treffend. Seetüchtigkeit hängt nicht von der Grösse ab und ein kleines Schiff hat diverse Vorteile. Ich wollte mir früher eine Roberts 43 Mk2 in Stahl bauen und damit um die Welt reisen. Mittlerweile würde ich für sowas ein Boot maximal um gut 30 Fuss nehmen....
Gruss, Gerrit

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Re: Der große Teich...

Beitrag von Ole aus HB » Mi 13. Feb 2019, 18:11

Trailer-Sailor hat geschrieben:
Di 12. Feb 2019, 15:52
Seetüchtigkeit hängt nicht von der Grösse ab
Das sehe ich auf Langfahrt anders. Aufgrund der erforderlichen Ausrüstung und Proviantierung kann die Seetüchtigkeit eines kleines Bootes deutlich schneller an ihre Grenzen stoßen.
Man ist jedenfalls auf kleinen Booten darauf angewiesen, hier und da Kompromisse einzugehen und Alternativen für die "normalen" Mittel zu finden.
In diesem Zusammenhang bin ich kürzlich auf folgende Website gestoßen: https://www.omick.net/
Unter "Adventure" wird von der Pazifik-Überquerung in einem 25 Fuß Boot berichet und es werden zahlreiche Tipps gegeben. Es gibt auch Anmerkungen dazu, was sich bewährt hat und was nicht.
Ein Interview mit dem Pärchen gibt es hier zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=6jGO8Z29H2c
(alles auf englisch)

Christof, ich wünsche Dir gutes Gelingen und eine aufregende Vorbereitungszeit! Bin gespannt auf Deinen Blog.
Der Blog zum Kreta-Projekt: www.frikaater.wordpress.com
FRIKAATER, Miglitsch, goldener Mast, Honda BF75 im Schacht, Baujahr/Segelnummer unbekannt
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Re: Der große Teich...

Beitrag von Tenovice » Do 14. Feb 2019, 20:09

Ole aus HB hat geschrieben:
Mi 13. Feb 2019, 18:11
Aufgrund der erforderlichen Ausrüstung und Proviantierung kann die Seetüchtigkeit eines kleines Bootes deutlich schneller an ihre Grenzen stoßen.
Man ist jedenfalls auf kleinen Booten darauf angewiesen, hier und da Kompromisse einzugehen und Alternativen für die "normalen" Mittel zu finden.
Da bin ich ganz bei dir. Eines unserer größten Augenmerke liegt tatsächlich darin, sowenig Zeug wie nötig mitzuschleppen.
Die technische Ausrüstung ist aufs Minimum reduziert, Sicherheitseinrichtungen beschränken sich auf die Rettungsinsel, Epirb, UKW und Sat-Fon. Verpflegung und Wasser wird für 30 Tage mitgenommen. Insgesamt werden wir eine Zuladung um die 400kg zzgl uns zwei Grazien haben. Das kann das Boot ab und dann liegt sie noch nicht allzu tief im Wasser - sinnvolle Verteilung vorausgesetzt.

Schickimicki-Zeugs wie ein Watermaker, Radar oder sonstigen Kram gibts nicht. Ich wüsste auf Anhieb auch nichts, was ich sonst noch mitnehmen müsste.
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