Seenotmittel Ijsselmeer?

Seemannsgarn oder neudeutsch "Smalltalk"
jan himp
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Re: Seenotmittel Ijsselmeer?

Beitrag von jan himp » So 8. Jul 2018, 14:07

Richtig.

ATIS sendet keine Position, weil dazu ein GPS erforderlich wäre.

Es gibt aber inzwischen schlaue Funkgeräte mit integriertem GPS, die sogar AIS-Daten der beiden Kanäle anzeigen.
Auch für DSC ist also kein externer GPS RX mehr erforderlich. Für Stahlboote U-Tage geht das dann nicht.

In der Elbemündung sollte die Kollisionsbeurteilung nicht nach dem kleinen Display vorgenommen werden. Aber die anderen Schiffe werden mit allen Daten aufgelistet und könnten direkt gerufen werden.
Auch die Zeit bis zum Einschlag wird korrekt angegeben.
Ale Daten können auch an ein Laptop übertragen werden, allerdings kann das Gerät nicht NMEA 2000 übertragen.
Die Daten können auch an einen aktiven AIS- TRX Kategorie B ausgegeben werden, der dann auch keine externe GPS-Antenne benötigt.

Die Bedienung ähnelt der eines modernen Autos, allerdings fährt man nicht gegen einen Baum, wenn man nur mal den Kanal wechseln will, wie es heute Usus ist.

https://www.svb.de/de/standard-horizon- ... 2200e.html

Gruß,

Rolf
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Virus
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Re: Seenotmittel Ijsselmeer?

Beitrag von Virus » So 8. Jul 2018, 18:36

Ahoi,

Signalraketen haben wir keine gebraucht, Urlaub trotzdem abgebrochen. Die Neptun die immer pulvertrocken war, hat plötzlich Wasser in der Bilge......Wasser in der Bilge ist wie Öl unter meinem Oldi, geht gar nicht, da finde ich keine Ruhe!.

Als Bonus gabs von meiner Frau die rote Karte für Neptun und Segeln...morgen wird wieder aus gekränkt, daheim wird die Neptun ausgeräumt, (persönliche Dinge) und dann erfolgt die Trennung.

Dabei lief sie so schön, der Motor wie ein Glöckchen und nur unter Genua ständig 5-6, teilweise bis 7 Knoten!. Wir kamen mir vermeintlich schne!lleren Booten prima mit....ich bin echt gefruster das es nun vorbei geht mit uns.

Meine Gattin lässt nur noch ein Motorboot oder Wohnmobil zu :roll:

Gruß aus dem sonnigen Balk
Willy
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Re: Seenotmittel Ijsselmeer?

Beitrag von Virus » Mo 9. Jul 2018, 15:28

Wenn man meint es könnte nicht schlimmer kommen.... :roll:

Als wir alles abgebaut, ausgeräumt und den Mast gelegt hatten, kam kein Wasser mehr....denn der Frischwassertank war leer.... :shock:

Die Frischwasserpumpe war kaputt, daher ist das Wasser gekommen, braun war es, das habe ich grad erst überlegt, weil es mit den Eisen-Ballast-Kugeln in Berührung kam. Die stammen aus einem Zementwerk und färben braun ab....es war gar kein Hafenwasser.

Ich versuche nachher mal mich in den Hintern zu beißen....da ist alles gut, Sonne, Wind, Segel funktionieren perfekt und dann legt man sich selbst die Karten. Wie blöd muss man sein! :evil:

Aber man konnte es wirklich kaum erkennen, erst als alles raus war aus dem Kiel,...unter einer Strebe auf der Rückseite eines Kabels floss es in den Kiel, wenn man hinsah, war es plötzlich, wie aus dem Nichts nass...durch Zufall bin ich an die Stelle gekommen.....

Aber segeln ist trotzdem durch, den Vorschlag zu machen, alles wieder einzuräumen, den Mast wieder zu stellen, eine Wasserpumpe zu kaufen und die einzubauen, habe ich mich nicht getraut, meine Frau hätte mich im Hafen ertränkt....

Gruß aus Unna
Willy
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Re: Seenotmittel Ijsselmeer?

Beitrag von olihamo » Mo 9. Jul 2018, 22:18

Stammen die Kugeln aus einer Kugelmühle eines Zementwerks?
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Re: Seenotmittel Ijsselmeer?

Beitrag von Rüganer » Di 10. Jul 2018, 12:27

zu Seenotmitteln auf dem Ijsselmeer kann ich nichts beitragen aber Willy, Dein Malheur finde ich sehr bedauerlich. Ich würde es schön finden, wenn Du in dem Forum bleiben würdest. Du hast immer tolle Beiträge eingestellt.
Neptun 27 KS "Orion 3", Baujahr 1979, Liegeplatz Insel Ummanz
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Re: Seenotmittel Ijsselmeer?

Beitrag von outdoor » Di 10. Jul 2018, 15:15

Also bevor ich geld für pyro ausgebe besorge ich mir dafür ein epirb
Das kannst du immer wieder nutzen
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Re: Seenotmittel Ijsselmeer?

Beitrag von Virus » Di 10. Jul 2018, 16:51

Hallo,

hat zwar mit den Seenotmitteln immer weniger zu tun aber was solls, ich hab ja damit angefangen, wenns hier stört, bitte ich den Admin oder Mod den Beitrag irgendwie zu teilen, meine aber bei dem begrenzten Userkreis hier, könnte man damit auch so leben.

Dass die Kugeln aus einer Zementfabrik stammen weiß ich, da liegt der Verdacht dass sie dort in einer Kugelmühle tätig waren, nahe. Ausgemustert wegen Verschleiß, hat der alte Freund mir erzählt....

Mit der Neptun,....naja, ich nörgle ja schon länger daran herum, sie ist daran aber im Grunde schuldlos.

Das Problem liegt in verschiedenen Kleinigkeiten begraben, ausgelöst oder sichtbar geworden dadurch, dass wir älter werden. Nein, an Krücken gehen wir nicht, sind im Prinzip sogar noch recht flott unterwegs aber irgendwie merkt man es doch, darum zähle ich die kleinen Problemchen mal auf.

Es beginnt mit dem reinigen des Bootes, vor unserem Haus stehen große Linden, die bedeuten Dreck das ganze Jahr über, im Augenblick ist diese klebrige Masse und die zu Boden trisselnden Samen dran. Nun heißt es kräftig schrubben oder Kärchern.....letzteres ist nicht so meins, wegen der Dichtigkeit von Klampen, Fuß Reling und so weiter. Leiter rauf, Leiter runter....ist richtiges Training.

Wer den Lindendreck nicht kennt, kann sich kein Bild machen, wie übel der ist.....die Dachrinnen mache ich drei oder viermal pro Jahr sauber! :evil:

Weiter geht's mit dem freilegen des Einganges durch hochlegen des Mastes (50 oder 60Kg hat das Ding bestimmt) und dem dann folgendem einräumen des Bootes, da ist die Leiter und da sind die Brocken....die zum Boot gehören, befinden natürlich im Keller damit sie trocken liegen und die Bekleidung, die Nahrung die wir mitnehmen und was sonst noch so an Bord muss, in der Wohnung. Für den ganzen Kram zigmal sieben Leitersprossen rauf, runter ins Boot und dann wieder raus, die nächste Fuhre holen. Wenn dann alles an Bord ist, weiß man was man getan hat.

Damit nicht genug, nun müssen die kleinen Säcke mit den oben erwähnten Kugeln ins Auto, in der Regel nehme ich zwischen 150 und 200kg mit. Dann ist da der Außenborder, die Kanister mit dem Reservesprit, Baum, toter Mann, Gurte und und und.....irgendwann ist alles im Auto und wir sind urlaubsreif,....was ja kein Problem ist, genau dafür haben wir ja nu einen Vormittag geschuftet. :lol:
Achja,....Auto tanken steht auch noch an!

Morgens vor der Fahrt hänge ich dann den Zaun aus, (Eisen, schwer) damit wir glatt vom Grundstück kommen,.....Zaunteil wieder eingehängt, geht es los.....260km bei Tempo 85.....langweilt ordentlich, trotz zwei Pausen, (Frau raucht) und bewegen muss man sich ja auch mal....

Angekommen in NL wird das Boot unter den Kran gefahren und wenn es schwimmt, in die zugewiesene Box geschippert.

Dann geht's mit dem Stellen des Mastes los, im Prinzip kein Problem, losbinden, nach hinten schieben und dann halt mit den üblichen Hilfsmitteln stellen. Die Wanten lasse ich in der Regel dran, die muss ich nur etwas ordnen.
Steht der Mast, Hubdach hoch damit meine Frau sich unter Deck einrichten kann,....ich schleppe derweil, vom Auto auf dem Parkplatz, den AB zum Boot, (hab zwar einen Einbau-Diesel aber sicher ist sicher) dann die Kanister mit Benzin und Diesel, (je 5L Reserve) auf dem Rückweg nehme ich die Hilfsmittel vom Mast stellen und die Gurte mit denen das Boot auf dem Trailer gesichert war, mit. Nun fehlen noch einige Kleinigkeiten und der Ballast,....siehe oben, 150-200Kg,...die Säckchen müssen unten in den Kiel.....macht echt starken Rücken! 8)

So,....grundsätzlich ist nun Urlaub angesagt, Segel anschlagen zähle ich schon dazu, nimmt aber, je nach Wind, auch noch einige Minuten in Beschlag.....jedenfalls sind wir am Ende des ersten Tages froh, wenn wir in der Koje liegen. :oops:

Was mich auch stört, ist das Hubdach,.....wenn ich ehrlich bin, stört mich das Teil sogar sehr!

Positiv ist es, wenn es liegt, dann hat man Platz an Deck und kann sich prima bewegen! Steht es hoch und man ist unter Deck, kann man sich auch prima bewegen, doch sich an dem Ding vorbei zu schlängeln, am Hintern die Wanten, an den Schienenbeinen die Kante vom Hubdach... :roll: und unten lassen kann ich es nicht, meine Frau möchte unter Deck stehen können, (berufskranker Rücken) mir ist es aber auch angenehmer mich aufrichten zu können.
Ich wollte ja damals ein anderes Boot, war nur eingeschränkt mit der Zuglast meines Autos und da "boot" sich die 25, durch den entnehmbaren Ballast an.

Liegt das Dach dann auf, wir fahren, bei freundlichem Wetter, (trocken reicht uns schon) los, ist alles erste Sahne. Die Sache jetzt mit dem Wasser war, wie viele Dinge im Leben, nicht geplant,....die war ein unfreundlicher Schlusspunkt in Bezug auf segeln, ich glaube nicht, dass ich meine Frau nochmal dazu bringe, mit zu fahren wenn der Mast auf dem Boot liegt....und die ist sonst recht flexibel.
Auf dem Zweirad fährt sie immerhin seit 47 Jahren mit.

Jo,...das solls gewesen sein mit der Jammerei**, ich habe sie ja nun, mal wieder, inseriert.
Anderswo als Tausch gegen ein Motorboot, Viking 20, Waterland 700 oder ähnlich.

Werde ich sie nicht los, wovon ich mal ausgehe und auch nicht wirklich böse bin, weil ich sie nicht billig verhökre, wandert der Mast vor dem nächsten Urlaub auf die Garage und wir fahren sie, wie schon einmal, als Motorboot. Da können dann auch die Fahrräder mit und etliche Brücken die uns so behindern, haben dann die richtige Höhe. 8)
(**vor 10 oder 20 Jahren sah alles etwas anders aus, einfacher und tat auch den nächsten Tag nicht weh)

Gruß
Willy
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Kaie
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Re: Seenotmittel Ijsselmeer?

Beitrag von Kaie » Di 10. Jul 2018, 22:52

Och Willy,
da kommt man zufällig mal hier vorbei und liest von so einer blöden Urlaubskatastrophe; das darf doch wohl nicht wahr sein?!
Tröste Dich, der nächste Urlaub auf dem Wasser kommt bestimmt! Und wer weiss mit welchem neuen Boot...
Das jedenfalls ist doch schon mal ein Grund zur Vorfreude.

Wäre ich jetzt noch auf dem Markt für eine 25er, ich würdse kaufen. Sofort. Ohne zu handeln!
Möglicherweise wäre es eine für Skidbladnir-Tobi? (ich hörte sowas läuten)

Auf alle Fälle ein gutes Händchen für den Verkauf und ein ebensolches für das nächste Boot!
Grüsse, Kai
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Re: Seenotmittel Ijsselmeer?

Beitrag von Virus » Mi 11. Jul 2018, 08:03

Moin Kai,

alles ohne Druck.
Eine neue Pumpe habe ich gestern gekauft, andere Kleinigkeiten wie komplett entfeuchten, gehe ich heute morgen an. Spätestens am WE ist sie für den nächsten Urlaub, der nach den NRW Ferien statt finden soll, wenn auch ohne Segel und mit dem kleinen Motorbootmast, startklar.
Ist natürlich immer, wenigstens ein klein wenig, peinlich so ein Segelboot ohne Segel aber ich bin alt genug die Blicke der Segler ertragen zu können.

Und wer weiß wovor mich diese kleine bootsinterne Havarie bewahrt hat, das Leben ist doch unergründlich!
Gestern erfuhr ich von einem Kollegen, dass ein anderer, mir gut bekannter Kollege, (kurz vor dem 60, Lebensjahr) mit dem ich die letzten Jahre oft zu tun hatte, sich mittels Strick aus dem Leben befördert hat. So etwas bringt einen selbst zurück auf den Boden und Ärger, der eigentlich nicht der Rede wert ist, verliert völlig an Bedeutung.

Gruß
Willy
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